Festung Bourtange

Uneinnehmbare Festung mitten in den Sümpfen

Die Verteidigungsanlage war gerade erst fertig gestellt, da standen die Spanientreuen schon vor den Toren. Durch die Kombination aus Bastion und sumpfigem Morast wurden die Feinde schnell zurückgeschlagen. Auch dem Bischof von Münster gelang es nicht, Bourtange einzunehmen. Betreten Sie die in alter Pracht restaurierte, uneinnehmbare Festung von Groningen.

200.000 Kugeln

Die Festung Bourtange wurde Ende des 16. Jahrhunderts als Verteidigungsanlage im Achtzigjährigen Krieg errichtet. Von der Bastion aus konnte man in alle Richtungen Ausschau nach Feinden halten. Oder besser gesagt, man sah zu, wie die feindlichen Truppen hoffnungslos in den umgebenden Sümpfen versanken. Ein Jahrhundert später kam Bourtange durch Kapitän Prott zu Ruhm. Der feindliche Bischof Bernard van Galen, in Groningen besser als Bomben-Bernd bekannt, versuchte Prott mit einem „goldenen Bombardement“ zu kaufen: Ein Angebot von 200.000 Gulden oder ein adliges Landgut in Westfalen. Den Überlieferungen nach war die Antwort von Prott eindeutig: „200.000 Kugeln kannst du haben!“ Bourtange überstand den darauf folgenden Angriff und der Feind musste sich zurückziehen.