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Fischerhäuser Zoutkamp
Fischerhäuser Zoutkamp

Zoutkamp

Einst war Zoutkamp das Einfallstor nach Groningen, da die Route über die Lauwerszee für Schiffe die einzige Möglichkeit darstellte, die Stadt Groningen zu erreichen. Bis 1960 hatte Zoutkamp einen großen Fischereihafen, doch als die Lauwerszee eingedeicht wurde, verlor das Dorf seine bedeutende Funktion.  Dank der beeindruckenden Schleusen und des stets geschäftigen alten Binnenhafens erinnert Zoutkamp noch immer an ein traditionelles Fischerdorf.  Der Name Zoutkamp (Soltcampum) wurde 1418 zum ersten Mal verwendet. Wahrscheinlich wurde früher in dieser Region Salz abgebaut, denn sol (sel) bedeutet Salz, und das Wort kamp steht für ein eingezäuntes Stück Land.

Flugwachturm Warfhuizen
Flugwachturm Warfhuizen

Warfhuizen

Dieser Flugwachturm ist ein Überbleibsel aus dem Kalten Krieg. Da die Radargeräte in den fünfziger Jahren noch keine tief fliegenden Flugzeuge orten konnten, wurden diverse Wachtürme errichtet, um den Luftraum beobachten zu können. Um Kosten zu sparen, wurden diese Türme vor allem an Orten gebaut, von denen aus man bereits einen guten Ausblick auf die Umgebung hatte, z.B. Hügel, Deiche und Wälle. Insgesamt gab es in den Niederlanden 276 Beobachtungsposten, von denen 138 auf bestehenden Gebäuden wie Mühlen und Fabriken eingerichtet wurden. Für die übrigen Posten wurden eigens zu diesem Zweck 138 Türme vom Korps Luchtwachtdienst, einer Einheit der niederländischen Luftwaffe, erbaut. Die Wachtürme wurden aus vorgefertigten speziellen Betonteilen gebaut. Auch dieser Turm, der an der Straße zwischen Warfhuizen und Wehe-Den Hoorn steht, wurde zur Nutzung im Kalten Krieg errichtet. Derzeit werden Spenden für die Sanierung des Flugwachturms gesammelt.

Ehemalige protestantisch-reformierte Kirche Hornhuizen

Hornhuizen

Bevor die heutige Kirche von Hornhuizen erbaut wurde, stand an diesem Ort eine andere Kirche, die 1247 den Flammen zum Opfer fiel. Die Kirche wurde wieder aufgebaut, doch 1850 wurde der obere Teil des Turms aus dem 15. Jahrhundert zerstört. Später erhielt der Turm eine neue Haube und eine farbenfrohe Spitze. Im Zuge der letzten Restaurierungsarbeiten wurde die alte Farbgebung des kuppelförmigen Laternenturms wiederhergestellt. Nun dient der Turm wie zu früheren Zeiten wieder als Leuchtturm für Schiffe und Boote im Wattenmeer.    Die Vorhalle des Turms wurde vom Designerkollektiv Studio Job gestaltet. An einer Stelle im Mauerwerk befindet sich eine Glasplatte, die altes Graffiti schützt, das unter anderem von französischen Soldaten stammt, die 1810 hier kaserniert waren. Die Kirche besitzt eine besondere Bibel, nämlich eine originale Statenbijbel aus dem Jahr 1682, die sich durch ihre prachtvolle Gestaltung mit detaillierten Landkarten und kunstvollen Majuskeln (den Großbuchstaben zu Beginn der einzelnen Kapitel) von den üblicherweise schlichten Bibeln aus dieser Zeit abhebt. Und auch das Format ist außergewöhnlich, denn die Bibel misst 45 x 30 Zentimeter, ist 11,5 Zentimeter dick und wiegt gut 7,5 Kilogramm. Schlüsseladresse: T.H.J. Kramer (Breweelsterweg 8, Hornhuizen, +31-(0)595-481236)

Mühle De Lelie
Mühle De Lelie

Eenrum

Die Getreidemühle De Lelie zieht in der Landschaft um Eenrum viele Blicke auf sich, was natürlich auch daran liegt, dass sie fast 35 Meter hoch ist. Überragt wird sie nur vom historischen Kirchturm von Eenrum. Als die Mühle 1862 erbaut wurde, gab es noch zwei weitere Mühlen in der Molenstraat. Daher war die Mühle früher auch unter dem Namen „Veurste Meuln“ (Vorderste Mühle) bekannt. Die Mühle war bis 1954 in Betrieb, doch in diesem Jahr wurden die Flügel bei einem schweren Sturm beschädigt. Sie drehten sich im Wind so schnell, dass eine Überhitzung der Mechanik drohte, wodurch die Mühle in Brand geraten wäre. Das konnte gerade noch verhindert werden, aber die (sehr schweren) Schälsteine hatten sich gelöst und die Mauern der Mühle durchschlagen. Nach dem Sturm wurde die Mühle instand gesetzt, musste aber schon 1980 erneut restauriert werden. Anschließend wurde die Mühle von freiwilligen Müllern genutzt. Mitte der neunziger Jahre wurde die Haube der Mühle ein weiteres Mahl instand gesetzt. Heute befindet sich die Mühle im Besitz der Stiftung „Het Groninger Landschap“.

Verhildersum

Leens

Das 1398 zum ersten Mal urkundlich erwähnte Herrenhaus Verhildersum war ursprünglich ein so genanntes „Steenhuis“, ein eigenständiger Wohn- und Wehrturm. Ab dem 16. Jahrhundert entwickelte sich das Gebäude allmählich zu einem Wohnhaus, das ab 1587 im Besitz der Familie Tjarda von Starkenborgh war. Als der Notar Hendrik van Bolhuis das Gebäude um 1821 erwarb, wurde das Herrenhaus zum letzten Mal erweitert. Nachdem Verhildersum lange Zeit im Besitz dieser Familie geblieben war, wurde es 1953 an die Gemeinde Leens verkauft, die es in ein Museum verwandelte. Zum Herrenhaus gehören ein stattliches Landgut und mehrere historische Gebäude wie ein Kutschenhaus und ein Arbeiterhaus. Das Landgut ist von April bis Oktober dienstags bis sonntags von 10.30 bis 17.00 Uhr geöffnet. Der Museumsbauernhof ist von Mai bis Oktober dienstags bis sonntags von 13.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.