Hofjes

Stille Innenhöfe im geschäftigen Stadtzentrum.

Früher boten die Groninger Hofjes kostenlose Unterkünfte für Arme, Witwen und Kranke. Heute wohnen verschiedene Privatpersonen in diesen Oasen der Ruhe im Zentrum der Stadt. Bei einigen können Sie einfach hineingehen und einen Moment der Stille genießen. Manche Bäume in den blumenreichen Gärten sind so alt, dass sie die früheren Bewohner noch erlebt haben.

Etwas Ruhe

Das Hofje, ein gemeinsames Hofgelände mit mehreren kleinen Wohnungen drumherum, ist nicht typisch für Groningen. Doch dass es in der Innenstadt noch so viele gibt, ist etwas Besonderes. Schauen Sie genau hin: Manchmal laufen Sie dreimal dran vorbei, bevor Ihnen das Eingangsportal auffällt. Durch die umgebenden Mauern ist es in Hofjes viel ruhiger als außerhalb. Genau wie im ummauerten Prinsentuin, auch so einem ruhigen Ort in der Innenstadt. Besuchen Sie beispielsweise das älteste Gasthaus von Groningen, das Pelstergasthuis. Im kleinen Turm der Kirche hängt die älteste Uhr der Stadt.

Arme, Waisen und Verrückte

Dass nichts auf der Welt umsonst ist, spürten die Geisteskranken im St. Geetruidsgasthuis jeden Sonntag. Dann gingen die Städter zur sogenannten „Irrenhauskirmes“: Für ein paar Groschen durften sie die Verrückten hinter den Gittern anschauen. Beide Innenhöfe dieses Gasthauses nahe der Martinikerk können besichtigt werden. Auf den Geschmack gekommen? Beim VVV-Fremdenverkehrsbüro finden Sie einen Stadtrundgang, auf dem Sie an fast allen Hofjes von Groningen vorbei kommen. 

Bitte beachten Sie: Die folgenden Höfe wurden aufgrund von Koronamaßnahmen geschlossen: Heiligen Geestgasthuis, Pieternellagasthuis, Aafien Olthofsgasthuis.