Pioniere

Diese ersten Pioniere zogen gegen jede Logik in Richtung des Groninger Landes. Ein Stück Land, das aus kaum mehr als einigen höheren Salzwiesen bestand und den wechselnden Gezeiten ausgesetzt war. Irgendwie schafften sie es, dort Fuß zu fassen.

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Unbekannte Pioniere erobern das Groninger Land

Ein Blick zurück auf die Geschichte des Groninger Landes kann ein wachsendes Gefühl der Verwunderung und Neugier hervorrufen. Das bestehende Bild der Provinz wird meist von bekannten Protagonisten wie Abt Emo, Geert Reinders und Aletta Jacobs geprägt. Aber unerwartete Bewunderung gilt den unbekannten namenlosen Gründern der Geschichte. Von den allerersten Bewohnern der Gegend kennen wir keine Namen.

Diese ersten Pioniere zogen gegen alle Logik in das Groninger Land....

Unbekannte Pioniere erobern das Groninger Land

Ein Blick zurück auf die Geschichte des Groninger Landes kann ein wachsendes Gefühl der Verwunderung und Neugier hervorrufen. Das bestehende Bild der Provinz wird meist von bekannten Protagonisten wie Abt Emo, Geert Reinders und Aletta Jacobs geprägt. Aber unerwartete Bewunderung gilt den unbekannten namenlosen Gründern der Geschichte. Von den allerersten Bewohnern der Gegend kennen wir keine Namen.

Diese ersten Pioniere zogen gegen jede Logik in Richtung des Groninger Landes. Ein Stück Land, das aus kaum mehr als einigen höheren Salzwiesen bestand und den wechselnden Gezeiten ausgesetzt war. Irgendwie gelang es ihnen, dort Fuß zu fassen. Wie sie das geschafft haben, ist eine weitgehend unvollendete Geschichte. Nur Fragmente ihrer Existenz sind dank archäologischer Ausgrabungen bekannt. Doch diese Fragmente bilden die Grundlage für alle nachfolgenden Geschichten der Groninger Geschichte.

Extreme Wetterbedingungen

Der Nebel der Geschichte lichtet sich etwas, etwa 600 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Die Natur hatte für eine noch nie dagewesene Zeitspanne ihren Lauf genommen, das Wattenmeer hatte seine Form angenommen und an Land hatten sich einige höhere Salzwiesen gebildet. Auch der Hondsrug, ein Sandrücken, der von Emmen über die Stadt Groningen bis nach Winsum verläuft, hatte sich gebildet. Das Land war bereit für die ersten Wagemutigen. Diese kamen aus den Gebieten rund um die Ems und den Ufern der deutschen Flüsse Weser und Elbe. Die extremen Wetterbedingungen dort waren ähnlich wie in den Groninger Salzwiesen. Der Wechsel der Gezeiten und mögliche Überschwemmungen schreckten sie nicht ab und sie zogen ins Groninger Land, um sich niederzulassen.

Überleben auf Hügeln

Auf den Salzwiesen bildeten sie gemeinsam kleine Bauerndörfer mit Vorräten für ihre Ernte. Sie begannen, das Land zu erhöhen, indem sie Plattformen bauten. Mit der Zeit wuchsen die Plattformen gegeneinander und bildeten zusammen ein großes, erhöhtes und bewohntes Stück, das wir unter dem Namen Wierde kennen. Das Land war sehr fruchtbar und für den Ackerbau geeignet. Den Bewohnern gelang es, Bohnen, Samen und Fasern anzubauen. Sie hielten auch Rinder, Schafe und Pferde. Dank der Höhenlage bildeten die Wierden einen sicheren Hafen, wenn das Meer den Rest des Landes überflutete.

Exotische Kontakte

Die Wierdebewohner lebten nicht völlig isoliert vom Rest der Welt. Sie trieben Handel mit den Bewohnern des Hinterlandes von Drenthe. Schon zu Beginn unserer Zeitrechnung nahmen sie Kontakt mit den Römern auf. Obwohl das Römische Reich am Rhein endete, tauschten sie mit den Nordländern Gebrauchsgegenstände aus. Zahlreiche römische Gegenstände wie Münzen, Bronzefiguren und Schmuck wurden in den Hügeln von Groningen gefunden. Als die Macht des Römischen Reiches schwand, zogen viele Bewohner von unterhalb des Rheins aus der Gegend weg. Als Reaktion darauf verließen viele Grabhügelbewohner Groningen und zogen nach Süden. Doch dank eines Auswanderungsstroms von Ostfriesland nach England wuchs die Bevölkerung Groningens im 4. und 5. Jahrhundert nach Christus wieder an.

'Auf der Heide bleibt das Glück'

Es waren weiterhin turbulente Zeiten für die Bewohner von Groningen. Im achten Jahrhundert wurde das Gebiet von den fränkischen Königen unterworfen. Sie reorganisierten und christianisierten das Gebiet. Hundert Jahre später, im neunten Jahrhundert, wurde das Gebiet von den eindringenden Normannen bedroht. Wie aufregend diese Zeiten für die Bewohner waren, ist schwer zu sagen. Einen kleinen Anhaltspunkt liefert ein Runenstab aus dieser Zeit, der in der Anhöhe von Westeremden gefunden wurde. Auf dem Stab steht vermutlich geschrieben: 'auf der heemstede bleibt das Glück' und auf der anderen Seite 'durch die Eibe wird erwachsen'. Es war wahrscheinlich als Segenswunsch gedacht.

Andauernde Bedrohung

Ab dem neunten und zehnten Jahrhundert zogen die Hügelbewohner weiter, in Torfmoore wie Bedum. Sie begannen auch, das Damsterdiep und das Winsumerdiep auszugraben. Im 11. Jahrhundert umgaben sie das bewohnte Land mit einem Seedeich. Einige wenige Hügelbewohner, wie die von Uithuizermeeden, lebten noch jahrhundertelang außerhalb des Deichs. Als 1717, vor nunmehr über 300 Jahren, die Weihnachtsflut in der Provinz wütete, wurde ein Deich gebaut, der die Kraft des Meeres dauerhaft eindämmen konnte.

Quelle:
verhalenvangroningen.nl
Foto: Der Rinderstock, der bei der Ausgrabung des Westeremden-Hügels 1917 gefunden wurde.
Foto: Der Grabhügel von Westeremden, teilweise ausgegraben

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