Wierdedorp Ranum
Das Dorf Ranum ist einer der wenigen noch bewohnten Hügel.
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Eine Wierde ist eine künstliche Anhöhe, die vor langer Zeit (zwischen 500 v. Chr. und 1000 n. Chr.) errichtet wurde. Durch den Bau eines Hauses auf einem solchen Hügel waren die Bewohner vor dem Wasser des Wattenmeeres geschützt, das die Salzwiese regelmäßig überflutete. Im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert wurden viele Wierden ausgegraben. Zum einen, weil der Bau von Deichen sie überflüssig machte, zum anderen aber auch, weil der Boden der Wälle oft enorm fruchtbar war. Dies geschah nicht in Ranum. Auch nicht bei den nahe gelegenen Hügeln Groen Wier und Rode Wier.
Einst gab es in Ranum auch eine mittelalterliche Kirche. Diese wurde 1820 abgerissen. Ihre Glocke hängt seit 1828 in der Kirche von Hornuizen. Der alte Kirchhof von Ranum ist immer noch da.
Die Grabhügel stehen jetzt unter archäologischem Schutz. Das bedeutet, dass der Boden so weit wie möglich intakt gelassen werden sollte.