Andy und Wayne bieten im Dorothy's mitten in der Stadt einen sicheren Hafen.
Andy und Wayne aus England sind um die ganze Welt gereist. Nachdem sie Australien bereist und in Thailand gearbeitet hatten, zogen sie wegen Waynes Job in die Niederlande. Sie wohnten in der Nähe von Amsterdam, waren aber auf der Suche nach einer günstigeren Alternative. Andy und Waynne sahen sich Orte im ganzen Land an, aber als sie Groningen sahen, waren sie sofort begeistert. Wenig später übernahmen sie eine der ältesten Schwulenbars in den Niederlanden. Hier betreiben sie nun eine Drag-Bar, in der jeder willkommen ist.
Wo Dorothy der 'gelben Ziegelsteinstraße' ins Land von Oz folgte, folgten Andy und Wayne ihren Herzen und so sind sie in Groningen gelandet. Sie zogen vor 3 Jahren nach Warffum und hörten, dass der alte Besitzer des schwulen Cafés an der Pottenbakkersrijge in Stad das Lokal verkaufen wollte. Aufgrund der Umstände musste Wayne nach England zurückkehren und Andy wurde in Warffum zurückgelassen. Da sie eine wichtige Entscheidung zu treffen hatten und die Nordsee zwischen ihnen lag, gab es viele Telefonate. Andy hatte bereits Erfahrung im Gastgewerbe, aber Waynne hatte noch nie ein Bier gezapft.
Drag für alle
Als sie sich entschlossen, den Schritt gemeinsam zu wagen, war Dorothy's Dragbar geboren. Andy hat seine Drag-Künste wieder aufgenommen und tritt nun als sein Alter Ego 'Dorothy Male' auf. Aber auch andere Dragqueens aus den ganzen Niederlanden kommen nach Groningen, um die Gäste des Cafés zu unterhalten. Die Männer stellen klar, dass ihr Café für alle da ist: "Wir bezeichnen uns als Vollzeit-Drag-Bar, weil wir jedes Wochenende Drag-Unterhaltung anbieten: Wir haben Drag-Bingo, Quiz, Shows, Wettbewerbe und Karaoke. Weil das Angebot so vielfältig ist, kann jeder Spaß haben", sagt Andy. "Sie können hierher kommen, solange Sie sich respektvoll gegenüber allen verhalten. Obwohl wir uns als LGBTQI+++ Bar verstehen, ist es uns auch wichtig, Menschen aus verschiedenen Gemeinschaften zusammenzubringen. Das ist der Sinn von Bewusstsein und Akzeptanz", fügt Waynne hinzu.
Bakermat für neue Talente
Im Dorothy's gibt es eine 'open stage policy', was bedeutet, dass angehende Drag Queens oder Kings ihr Debüt in der Bar geben dürfen. Waynne und Andy sind begeistert von der guten Atmosphäre in ihrer Bar, die Anfängern in Sachen Drag das Selbstvertrauen gibt, sich zu zeigen. "Obwohl die Bar manchmal etwas klein ist und das zu Problemen führen kann, bietet sie gleichzeitig eine intime Atmosphäre. Die Dragqueens fühlen sich dadurch noch schneller vom Publikum unterstützt", sagt Waynne.
Aber es ist nicht immer alles rosig. Im April letzten Jahres kam es vor der Tür von Dorothy's zu einem gewalttätigen Zwischenfall, bei dem mehrere Mitarbeiter angegriffen wurden. "Nach dem Vorfall im April wurde uns klar, wie verletzlich sich die Gemeinde fühlt. Wir öffneten die Bar am Montag nach jenem Samstag für die Öffentlichkeit. Wir waren erstaunt, wie die Gemeinde zusammenkam. Die Leute brachten uns Blumen und Karten", sagt Andy. Und die Männer hörten damit nicht auf. Sie sammelten durch verschiedene Aktionen Geld für die Dusty Foundation. Diese Stiftung setzt sich gegen Engstirnigkeit, Gewalt und Diskriminierung gegenüber der Regenbogengemeinschaft ein.
Queeres Jahr in Groningen
Im Jahr 2024 werden Stadt und Ommeland dem 'Queer Year' gewidmet sein. Ein Jahr, in dem es laut der Organisation darum geht, Menschen zu verbinden, zwischen Ihnen und mir, zwischen gestern, heute und morgen, zwischen Individuen und Gemeinschaften und zwischen Ort und Region. Und zum dritten Mal wird auch in Groningen der Pink Saturday gefeiert, der wieder eine große Party zu werden verspricht. Andy und Wayne sind ebenfalls daran beteiligt und werden in naher Zukunft sehen, welche Rolle sie bei dieser Feier für alle spielen werden. Aber zum Glück gibt es nicht nur am Pink Saturday eine Party bei Dorothy's, sondern jedes Wochenende können Sie hier eine Party-Extravaganza erleben.
Dieses Unternehmerporträt wurde im Rahmen des Programms Gastvrij Groningen erstellt. Das Programm Gastvrij Groningen wird von Marketing Groningen geleitet und im Auftrag von Het Fonds ondernemend Groningen, Gemeente Groningen und Groningen Bereikbaar umgesetzt und finanziert. Koninklijke Horeca Nederland und die vier Groninger Wirtschaftsverbände: Groningen City Club, Bedrijvenvereniging West, Bedrijvenvereniging Zuidoost und Bedrijvenvereniging Noordoost sind ebenfalls an dem Programm beteiligt.